Vita

 

Eigentlich wollte ich Architekt werden, aber für ein Architekturstudium brauchte ich das Abitur.

Ich bin mit 2 älteren Brüdern in einer Beamtenfamilie aufgewachsen, und mein Vater konnte das Schulgeld nicht für 3 bezahlen. Ich begann eine Maurerlehre bis zur Gesellenprüfung . Die Maurerausbildung wurde mir als Praktikum anerkannt , währen der Lehrzeit habe ich in Abendschulen mein Fachabitur machen können. In dieser Zeit war ich auch als Komparse am Theater.

 

Am Theater lernte ich den wunderbaren Schauspieler Harald Leipnitz kennen -  er wurde mein Mentor, Lehrmeister und Freund. Ich besuchte die Staatsbauschule und bin im Zwischenexamen sang und klanglos durchgefallen. Ich habe die Staatsbauschule danach nicht mehr besucht und so wurde ich auf anraten von Harald Leipnitz Schauspieler.

 

Als Harald nach München ging, kam ich auch nach München.  Ich spielte den Richter in Pampeluna auf der Freilichtbühne  Schloss Unterdiessen, den Ladendetektiv in dem Film - Wehe wenn Schwarzenbeck kommt- mit Werner Enke, Regie May Spils unter ihrer Regie wurde auch – "Zur Sache Schätzchen" mit Uschi Glas gedreht. Auf der Bühne des Ludwig Thoma Theaters durfte ich agieren sowie im Theater im Karlshof  unter der Regie von  Karlheinz Thomas habe ich sehr viel gelernt.  Ich wurde aber auch gerne in der Organisation von Theater  und Tourneen eingesetzt und diese Arbeit hat mich besonders gereizt und befriedigt.

 

In München eröffneten wir die Galerie Leipnitz in der ehrwürdigen alten Pschorr Villa in der Möhlstraße neben dem Wittelbacher Palais und gegenüber der Stuck-Villa keine 100 m von Feinkost Käfer entfernt - also eine sehr repräsentative Adresse. Dort wurden Bilder von Malern und Orient-Teppiche ausgestellt. Der bekannte  Maler Karlheinz Krehbiel oder die berühmte Pferdemalerin Inge Ungewitter haben dort ausgestellt Die Galerie Leipnitz war ein bekannter Treffpunkt von Künstlern und welche die es gerne werden wollten. Auch wurden die Räume für Film und Fernsehen vermietet. Am 31. Januar 1971 wurde dort der Geburtstag von Hannes Felmy gefeiert, dort lernte ich die zauberhafte und wunderschöne Karin Hübner kennen und wir haben 12 Jahre als Liebespaar zusammen gelebt.

 

Widrige Umstände haben mich wieder in meine Heimat verschlagen wo ich ohne Geld bei Null wieder anfangen musste. Ich wollte aber wieder etwas mit Theater machen und bekam die Räumlichkeiten der ehemaligen Tanzschule Fern. Dort eröffnete ich das Theater an der Wupper. Viele Kollegen aus München haben mir Mut gemacht. Aber Neider wollten dieses Theater nicht, die Presse war gegen mich weil ein anderes viel kleineres subventioniertes Theater am Rande von Wuppertal  mich als Konkurrent sah.

 

Nach 4 Aufführungen nur mit professionellen  Darstellern musste ich diesen Traum vom eigenen Theater begraben.

Aber ich konnte ohne das Theater nicht sein, so begann ich viel Jahre später wieder einen Theaterplan zu realisieren. Ich bekam von der Barmer Ersatzkasse die Räumlichkeiten am Karlsplatz. Schnell war ein Mietvertrag gemacht und ich plante mit dem Architekturbüro Wenner ein wunderschönes Boulevardtheater.

 

Ich hatte aber einen Vertrag für einen Kinofilm der in der Karibik gedreht wurde mit Claus Wilcke,  Sven Martinek, Cosima von Borsody,  Ralph Schicha,  Monika Guthmann und anderen.

 

Ich musste aber 2 – 3 Stücke für mein Theater am Karlsplatz vorweisen. Ich ging nach Bochum zu meinem Kollegen Jochen Schröder der 2 Theater besaß in Duisburg und in Bochum. Ich fragte ihn ob er nicht 2 Theaterstücke in der Schublade hätte wo er mir mit aushelfen könne. Kein Problem fahr du zu den Dreharbeiten in die Karibik ich organisiere dir die ersten Aufführungen .

 

Als ich aus der Karibik von den Dreharbeiten zurück kam, hatte ich kein Theater mehr. Jochen Schröder hat die BEK so überredet dass er der bessere Theaterleiter wäre als Kurt Schäfer auch ein Journalist von der Wuppertaler Rundschau hat dabei mitgewirkt.  Nach ca. 2 Jahren war Jochen Schröder Pleite und verließ das Theater wobei er alles was ihm nicht gehörte heraus riss von der Bestuhlung, die gesamte Technik sogar die Theke im Restaurant sowie die kleine Küche alles hat er demontiert.

 

Obwohl ich einen Mietvertrag hatte wollte ich als kleiner Schauspieler nicht gegen eine Übermacht sprich BEK klagen. Fast 10 Jahre war das Theater  eine Ruine. Man hat  es mir wieder angeboten mit einer mietfreien  Zeit und   50 000,-- Euro Baukosten Zuschuss, ich habe es abgelehnt. Jetzt ist wieder ein Theater darin, aber ich habe es noch nicht besuchen können weil die Enttäuschung und der seelische Schmerz noch zu groß sind.

 

 

Nachfolgend ein Artikel aus der Bildzeitung. 

Ein Werbeflyer für das Theater war ebenfalls schon fertig. Das Theater sollte "Harald Leipnitz Theater" heißen.

Ein Schreiben des damaligen Bundespräsidenten im Jahr 2003.

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